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Geschichte der Fotografie – ein kurzer Überblick

Dieser kurze Abriss liefert einen kleinen Überblick über die großen Meilensteine der Erfindung und Entwicklung der Fotografie und somit einen Einblick in die Prozesse, welche hinter den Objekten dieser Ausstellung stehen.

Um 350 v. u. Z.

Aristoteles beschreibt die Camera Obscura (Latein für Dunkle Kammer) – es ist eine Box oder ein Raum mit einem kleinen Loch, durch welches Licht von außen nach innen scheint – dieses zeigt ein auf den Kopf stehendes Bild der Außenwelt. (Definition nach Cambridge Dictionary)

Ab 1000

Es beginnen sich eine Vielzahl an Gelehrten mit der Camera Obscura zu beschäftigen. Sie fügen unter anderem Linsen hinzu, um das Bild heller zu machen und verwenden sie als Zeichenhilfe.

1657

Kaspar Schott (1608-1666) entwickelt eine kleinere und transportfähige Camera Obscura – dieser Typus wird zum Vorläufer der heutigen, fotografischen Kamera und mit ihm werden im 19. Jahrhundert die ersten erfolgreichen Fotografien gemacht.

1826

Joseph Nicéphore Niépce (1765-1833) schafft es nach längeren Experimenten das erste Mal ein Bild, gemacht mithilfe der Camera Obscura, chemisch zu fixieren.

1839

Louis Daguerre (1787-1851) begann in den frühen 1830iger Jahren mit Niépce zusammenzuarbeiten. Er entwickelt das chemische Verfahren zur Fixierung des Bildes weiter. Daguerre stellt 1839 dieses neue Verfahren unter dem Namen Daguerréotype der Welt vor, die Fotografie ist „geboren“. Die Erfindung wird patentlos jedem:r zu Verfügung gestellt.

Bildträger bei der Daguerreotypie sind große versilberte Kupferplatten, die ionisiert wurden – auf einer Platte kann jeweils immer nur eine Fotografie fixiert werden.

1840

Willliam Henry Fox Talbot (1800-1877) entwickelt das Negativ-Positiv-Verfahren. Es ist nun möglich das Negativ der Fotografie beliebig oft als Positiv zu vervielfältigen. Dieses Prinzip findet bis heute Anwendung in der analogen Fotografie.

1854

André Adolphe-Eugène Disdéri (1819-1889) revolutioniert mit seinen Carte de Visite, postkartengroße Fotografien, den kommerziellen Porträtmarkt. Er trägt durch diese kostengünstigere Art der Fotografie stark dazu bei, dass sich die Fotografie als populäres Medium verbreitet.

1889

George Eastman (1854-1932) veröffentlicht den ersten Rollfilm namens Kodak. Diese Art der Negativrolle ermöglicht es den Fotografierenden durch Repetieren des Films auf das nächste noch nicht belichtete Negativ zu wechseln. Es macht die Fotografie leichter und handlicher, weil der:die Fotografierende nicht mehr große Negativplatten mit sich tragen muss, sondern nur die Filmrollen.

1925

Die Firma Leitz bringt die erste Leica-Kamera heraus. Sie ist eine Kleinbildkamera (für eine 35mm breite Filmrolle) und dadurch sehr handlich. Die Leica entwickelt sich zu einer der bedeutendsten Kameras des 20. Jahrhunderts.

In unserer Ausstellung hat Ingeborg Kitlitschka-Strempel mit einem Nachfolgermodell der ersten Leica fotografiert.

1936

Die ersten Farbfilme kommen durch die Firma Kodak (Kodachrome) und durch die Firma Agfa (Agfacolor) auf den kommerziellen Markt.

1948

Die Hasselblad 1600 F, eine Mittelformat (6x6 cm Filmrolle) Spiegelreflexkamera kommt auf den Markt.

In unserer Ausstellung fotografierte Josephine Powell mit einem Nachfolgermodell dieser Hasselblad.

Ab 1956

Kameras werden stätig weiter entwickelt und assistieren den Fotografierenden immer mehr durch automatisierte Funktionen.

Ab 1990

Es kommen die ersten Digitalkameras mit digitaler Bildspeicherung auf den Markt. Zu Beginn sind diese zwar sehr teuer, ersetzten aber mit der Zeit immer mehr die analoge Fotografie.

Ab 2000

Digitale Kameras dominieren den Markt, bekommen aber durch die immer besser werdenden Kameras der Mobiltelefone immer mehr Konkurrenz.

Quellen:

verfasst von Maximilian Schachner